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oelpooler.ch-Marktkommentar
| Tendenz:
Berg- und Talfahrt geht weiter. |
Der Ölpreis schlägt in den vergangenen Tagen eindrückliche Kapriolen, allerdings, ohne (für die Nordseequalität Brent) ein bestimmtes Preisband zwischen USD 74 und 77 zu verlassen. Der Dollar nähert sich seinem tiefsten Stand der vergangenen zwölf Monate und wird im Moment für CHF 1.01 gehandelt. Daraus entsteht ein Heizölpreis im Schweizer Inland, der sich etwa auf der Mittellinie des Preisbandes bewegt, das er seit Sommer 2009 beansprucht hat. Die Gelegenheit ist also durchaus nicht schlecht, jetzt frühzeitig den Heizöl-Vorrat zu moderaten Bedingungen zu ergänzen und allfälligen Lieferstaus vor und während der kalten Jahreszeit auszuweichen. Der Ölpreis wird seit über einem Jahr weniger von den sonst dafür üblichen Faktoren wie Angebot und Nachfrage gemacht als vielmehr in der Finanzwelt, an den Rohwarenbörsen, bestimmt. Dort zählen Hoffnungen mehr als die Realität. Also die Hoffnung auf ein Anziehen der Weltwirtschaft, auf einen höheren Ölverbrauch. Damit ist bisher ausser in China allerdings noch kein Blumentopf zu gewinnen, die Schlüsselmärkte kämpfen flächendeckend mit den Kollateralschäden der Finanzkrise. Das Wachstum ist teilweise zäh und vor allem dank staatlichen Wirtschafts-Unterstützungs-Massnahmen zustande gekommen. Also eigentlich ein fragiles Gebilde. Dafür ist auf dem Ölmarkt ein Überangebot zu verzeichnen, wie es seit Jahrzehnten nicht vorgekommen ist. Und eine schwache Nachfrage unter dem Niveau vor der Finanzkrise. Deshalb müsste eigentlich der Ölpreis auch nach den jüngsten Korrekturen tendenziell nochmals nachgeben. Was er nicht macht, weil das spekulative Treibhausklima dank tiefster Leitzinsen und rekordverdächtig lockerer Geldmengenpolitik ideal ist. Daran lässt sich kaum etwas ändern, weil sonst die reale Wirtschaft sofort und nachhaltig ins Trudeln geraten würde. Damit bleibt vorläufig die Hoffnung auf deutlich tiefere Ölpreise ziemlich limitiert.
| Tendenzen |
| US- und Japanische Notenbank wollen mit expansiver Geldmengen-Politik und Tiefst-Leitzinsen Wirtschaft weiterhin konsequent unterstützen. |
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| Tiefst-Leitzinsen in allen Schlüsselmärkten sorgen für ideales spekulatives Treibhausklima. |
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| Seit Sommer 2009 sehr komfortable Versorgungslage. OPEC-Förderreserven von 5 bis 6 Mio. Barrel täglich. |
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| US-Immobilienmarkt bricht nach Ende der staatlichen Unterstützung ein. Anhaltend hohe Arbeitslosenquote von 10%. |
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| Hohe Staatsverschuldung der wichtigen Industrieländer nach milliardenschweren Hilfsmassnahmen als Folge der Finanzkrise. |
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| Gesamt-Tendenz |
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>> zum Archiv |
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Als Entscheidungshilfe finden Sie nachfolgend die Heizölpreisentwicklung
der letzten Tage (oben) und der letzten zwei Jahre (unten)
der Rohölpreise an der New York Mercantile Exchange (Nymex).
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Die Heizölpreise sind Schwankungen unterworfen
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der Brennstoffhändler-Verbände
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oelPreis-
& Marktübersicht |
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oelBörsen |
Barrel-Preis
5.9.2010: $ 76.50
Gasöl-Preis,
London ICE
5.9.2010: $ 652.00
Kurs
USD/CHF 5.9.2010: sFr. 1.02
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